26.07.23 –
„Welche Substanz hat die Brandmauer gegen die Zusammenarbeit mit der im Kern rechtsradikalen AfD, wenn Verantwortungsträger der CDU oder ihrer Jungen Union aus der zweiten Reihe in den sozialen Medien posten, sie fänden diese antidemokratische Partei besser als die Grünen?“, fragen Katja Behrendt und Ali Baş als Sprecher*innenteam der Grünen im Kreis Warendorf.
Nick Drewer ist Vorsitzender der Jungen Union in Ahlen und Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Jungen Union im Kreisverband Warendorf, Beisitzer im CDU-Vorstand im Kreis, sowie sachkundiger Bürger für die CDU im Kreistag. Er findet, dass die AfD auf kommunaler Ebene „allemal“ besser wäre als die Grünen. Drewers Statement pro AfD erweist seinen Parteifreund*innen, die sich distanzieren, einen Bärendienst. Er postete bei Instagram als Antwort auf die Klarstellung vom CDU-Bundesparteivorsitzenden Friedrich Merz vom 24. Juli in Bezug auf die Zusammenarbeit mit der AfD: „Besser als Grüne wären die allemal.“
Das Sprecher*innenteam der Grünen bewertet Drewers Post als Ergebnis einer Fehlentwicklung in der Kommunikation der Union. „Der CDU-Parteivorsitzende sollte konstruktive Vorschläge zur Zukunft Deutschlands entwickeln und nicht erst die Grünen als demokratische Partei der Mitte zum Hauptgegner erklären und wenig später im Sommerinterview die Brandmauer gegen jegliche Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene mit der AfD bröckeln lassen“, meinen Behrendt und Baş.
Wichtig sei, sowohl die Region als auch das Land mit demokratischer Kraft aus der Mitte heraus nach vorne zu entwickeln. „Querschläger von Rechts machen nichts besser“, so die Grünen aus dem KV Warendorf. Sie fordern Markus Höner als Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Warendorf-Beckum auf, sich klar von der Äußerung Drewers zu distanzieren.
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