Förderzusage für WLE-Reaktivierung ist Meilenstein für den ländlichen Raumion:

Batteriebetriebene Züge demnächst in der Region Warendorf-Münster

26.10.26 –

Warendorf/Münster – Für die Mobilität in der Region gibt es einen Durchbruch: Der Bund stellt für die Reaktivierung der Bahnstrecke Münster–Sendenhorst rund 161 Millionen Euro bereit, das Land Nordrhein-Westfalen steuert weitere 9 Millionen Euro bei. Die Kreistagsfraktion Warendorf Bündnis 90/DIE GRÜNEN begrüßt die Finanzierungszusage als wichtigen Schritt für die Verkehrswende vor Ort.

„Dass der Bund jetzt grünes Licht gibt, ist ein Riesenerfolg für unsere Region“, erklärt Ulrich Schlösser, Mitglied der Kreistagsfraktion. „Seit vielen Jahren engagiere ich mich in der Verbandsversammlung des Zweckverbands Mobilität Münsterland für einen attraktiven Nahverkehr im ländlichen Raum. Jetzt geht es endlich von der Planungs- in die Umsetzungsphase. Deshalb war es mir wichtig, als Vertreter der Kreistagsfraktion Warendorf von Bündnis 90/DIE GRÜNEN bei der Übergabe des Förderbescheids in Münster dabei zu sein und Verkehrsminister Oliver Krischer persönlich zu treffen.“

Auch Hedwig Tarner, Landtagsabgeordnete von Bündnis90/DIE GRÜNEN zeigt sich erleichtert: „Der Weg war lang bis zu diesem Augenblick. Die geplante Reaktivierung der Bahnverbindung zwischen Sendenhorst und Münster wird die Lebensqualität vieler Menschen verbessern.“

Die rund 21 Kilometer lange Strecke, die 1903 eröffnet und 1975 stillgelegt wurde, soll als Linie S 68 der geplanten S-Bahn Münsterland wiederbelebt werden. Batterieelektrische Züge werden künftig Sendenhorst, Albersloh und verschiedene Münsteraner Stadtteile in etwa 30 Minuten mit dem Hauptbahnhof verbinden. Der NWL rechnet mit mehr als 10.000 Ein- und Aussteigern pro Werktag.

„Für die Menschen im Kreis Warendorf bedeutet das eine echte Alternative zum Auto“, betont Ulrich Schlösser. „Pendler*innen gewinnen Zeit, die Straßen werden entlastet und wir sparen CO₂ ein. Das ist grüne Verkehrspolitik, die ankommt: klimafreundlich, zuverlässig und für den ländlichen Raum endlich zeitgemäß.“

Die Gesamtkosten von rund 187 Millionen Euro teilen sich Bund, Land und die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE) als Infrastrukturbetreiberin. Nachdem die Bezirksregierung Münster bereits im Januar 2026 das Baurecht erteilt hatte, können nun die Bauleistungen ausgeschrieben werden – für neue Gleise, sichere Bahnübergänge und barrierefreie Haltepunkte.
 

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